Aktuelles

Liebe Freundinnen und Freunde von Project Human Aid,

vielleicht haben Sie in den vergangenen Wochen in den Medien die aktuelle Situation in Burundi verfolgt. Dann geht es Ihnen vermutlich wie uns: Wir machen uns Sorgen, was die Zukunft für das Land bereithält – und natürlich um unsere vielen Freunde und Mitarbeitenden dort. Zugleich haben wir größten Respekt vor den Menschen, die trotz erheblicher Gefahren für Leib und Leben für eine Demokratisierung des Landes auf die Straße gehen.
Was Burundi jetzt erlebt, ist aus unserer Sicht keinesfalls ein „Rückfall in alte Zeiten“, sondern ein hoffnungsvolles Zeichen dafür, dass weite Teile der Bevölkerung einen Neuanfang wollen, der das Land endlich voranbringt. Als politisch unabhängige NRO (Nicht-Regierungsorganisation) beziehen wir nicht Stellung für einzelne politische Akteure, weder in Deutschland noch in Burundi – aber durchaus für den Wunsch nach Freiheit, Demokratie und Entwicklung. Unsere Projekte führen wir natürlich alle wie geplant fort, allenfalls kann es zu kleineren zeitlichen Verzögerungen kommen.

Ihr Team von Project Human Aid


Betten für Rumeza

matratzenSie sind da, die neuen Matratzen und Betten für die SchülerInnen von Rumeza – jetzt hat endlich jede/r ihren/seinen eigenen Schlafplatz! Bisher mussten sie sich jeweils zu fünft auf zwei Matratzen/Betten quetschen … Träumt was Schönes! Und vielen Dank an all unsere Partnerschulen in Deutschland, die das Projekt unterstützt haben!

 

 

bettenbau

Infostand

InfostandIm Rahmen des traditionsreichen Jahresfests des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin in Teltow konnten wir an einem prominenten Informationsstand mitten auf dem Festgelände die Arbeit von Project Human Aid in Burundi präsentieren. Danke für diese Möglichkeit! Zudem kommen die gesamten Erlöse des Fests der Behandlung des 21-jährigen Überfallopfers Montfort Kezakimana, Ziehsohn unseres burundischen Repräsentanten Denis, im Krankenhaus Ludwigsfelde zugute.

Mängelbeseitigung

schlafsaal_rumazaÜble Zustände im Internat von Rumeza – aber schon bald werden wir Abhilfe schaffen: In Kürze spendieren wir den rund 640 Schülerinnen und Schülern neue Betten und Matratzen. Ein herzliches Dankeschön dem Freiburger Kepler- , dem Meßkircher Martin-Heidegger-Gymnasium und dem Marburger Martin-Luther-Gymnasium, die die Aktion unterstützen!
Und da wir schon mal dabei sind, schaffen wir auch gleich noch dringend benötigtes neues Mobiliar für Klassenzimmer und Speisesaal an.

Bei Raubüberfall schwer verletzt

KrankenhausDie vergangenen Wochen standen ganz im Zeichen einer dramatischen Hilfsaktion. Eines der Ziehkinder unseres Projektpartners Denis Ndikumana war bei einem Raubüberfall in Bujumbura angeschossen und schwer verletzt worden, die Ärzte vor Ort waren rasch mit ihren Möglichkeiten am Ende. Wenige Tage, nachdem uns der Hilferuf aus Burundi erreicht hatte, war ein Krankenhaus in Deutschland gefunden, das sich bereit erklärte, den 21-Jährigen kostenlos zu operieren und behandeln – und auch die Schwierigkeiten mit den visaaustellenden Behörden waren irgendwann überwunden. Mittlerweile ist Montfort seit gut zwei Wochen in Deutschland in Behandlung – wir drücken ihm die Daumen, dass er in den kommenden Monaten wieder ganz gesund wird!

Jenseits der Hügel

tvEinblicke in das Geschehen jenseits der Hügel von Kivoga – “unsere” InternatsschülerInnen und ihr erster Fernseher (ein großes Dankeschön für die Finanzierung ans Freiburger Kepler-Gymnasium!).
Während in Deutschland der Medienkonsum von Jugendlichen oft kritisch gesehen wird, eröffnet er jungen Menschen in Burundi im wahrsten Sinne des Wortes neue Blicke auf eine Welt, von der sie sonst nur wenig wüssten. Und wenn sie darüber hinaus dann auch einmal Schweinsteiger, Messi und Neymar oder ihre burundischen Pendants in Aktion sehen können, soll uns das auch sehr recht sein!

Platz finden

Huette_GitegaIm Zeichen der Bildung, aber auch der Menschenrechte steht ein Projekt, das wir in Kürze in Gitega im Herzen Burundis beginnen werden: Gefördert über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg werden wir dort eine Berufsschule für junge Batwa elektrifizieren und damit ihre Inbetriebnahme möglich machen. Die Batwa, vermutlich die älteste Bevölkerungsgruppe Burundis, sind Pygmäen, die in der heutigen Gesellschaft des Landes keinen Platz gefunden haben und meist ein Leben in Ausgrenzung und äußerster Armut führen. Die Berufsschule, die von einer christlichen Glaubensgemeinschaft betrieben wird, will jungen Batwa einen Weg aus Elend und Stigmatisierung und damit einen Platz in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt Burundis ermöglichen.

Ernährungssituation in Burundi als gravierend eingestuft

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Bild: IFPRI

Das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Washington (DC), USA, hat in den letzten Tagen die aktuelle Auflage ihres seit 1975 jährlich vorgelegten Welthungerindex (WHI) präsentiert. Zwar hat sich seit dem Jahr 1990 im Durchschnitt aller als „Entwicklungsländer“ eingestuften Staaten die Ernährungssituation um 39 Prozent verbessert, dennoch hungern weltweit aber immer noch mehr als 800 Millionen Menschen. Und eines der lediglich vier Länder, in denen es entgegen dieser Entwicklung eine Verschlechterung der Ernährungssituation gegeben hat, ist Burundi. Nur hier und in Eritrea wird die Ernährungssituation vom IFPRI als „gravierend“ eingestuft.

Die Initiatoren des Berichts, darunter die deutsche Welthungerhilfe, fordern die Regierungen der Welt zu einer Verbesserung der weltweiten Versorgungslage auf, die weltweite Landwirtschaft sei in der Lage, alle Menschen ausreichend zu versorgen, es mangele lediglich an gut organisierter Verteilung. Neben dem notwendigen Handeln von Regierungen gehört zum Kampf gegen den Hunger aber auch, durch lokale Initiativen wie die unseren die regionale Infrastruktur, die medizinische Versorgung und die Zugänglichkeit zu und Qualität von Bildung zu fördern.

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Bild: IFPRI

Mit den alarmierenden Feststellungen der Forscher rufen auch wir unsere Förderer und Spender zu weiterer Mithilfe auf.

Klassenfahrt nach Bujumbura

klassenfahrt_bus“Unsere” OberstüfenschülerInnen aus Kivoga waren auf Klassenfahrt in Bujumbura – finanziert hat den Tripp das Freiburger Kepler-Gymnasium, vielen Dank dafür! Für die meisten war es das erste Mal, dass sie die gerade einmal 120 Kilometer entfernte Hauptstadt am Tanganyikasee mit eigenen Augen gesehen haben.

 
 
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